Kunststofffolien stanzen
Kunststofffolien stanzen bedeutet, technische Kunststofffolien wie PET, PP, PE, PVC, PTFE oder PI konturgenau zu individuellen Stanzteilen weiterzuverarbeiten. Daraus entstehen Schutz-, Isolier-, Distanz- oder Funktionsteile für technische Anwendungen. Die Ausführung wird auf Materialeigenschaft, Bauteilgeometrie und Montageprozess abgestimmt – selbstklebend oder nicht klebend, als Rollenware, Bogenware oder Einzelteil.
Kunststofffolien stanzen individuell
| Technik | Stanzen per mittels Bandstahlschnitt-Werkzeug |
| Arbeitsbreite | bis 600 mm |
| Dicke | bis 10 mm |
| Toleranzen | ±0,5 mm |
Kunststofffolien stanzen wir im Flachbett- bzw. Hubverfahren mit einem Bandstahlschnitt-Werkzeug im definierten Takt. So lassen sich nahezu sämtliche 2D-Konturen flexibel und individuell realisieren.
| Technik | Fortlaufendes Stanzen mittels Stanz-Zylinder-Werkzeug |
| Arbeitsbreite | bis 250 mm |
| Dicke | bis 2 mm |
| Toleranzen | ±0,5 mm |
Beim klassischen Rotationsstanzen werden Kunststofffolien im kontinuierlichen Durchlauf mit Stanzzylinder und Werkzeug verarbeitet. Dadurch entstehen auch große Stückzahlen schnell, wirtschaftlich und mit gleichbleibend präziser Qualität.
| Technik | Register- bzw. punktgenaues Stanzen mit Kameratechnologie |
| Arbeitsbreite | bis 600 mm |
| Toleranzen | ±0,2 mm |
Servo-Rotationsstanzen ermöglicht das punkt- und registergenaue Stanzen von Kunststofffolien per Kamerasystem. Bei selbstklebenden Folien mit z. B. integrierten elektronischen Komponenten wird nur an exakt definierten Stellen gestanzt, damit alle Funktionsbereiche vollständig intakt bleiben.
| Technik | Materialabtrag Schicht für Schicht |
| Feature I | Unterschiedliche Formen verschiedener Lagen |
| Feature II | Innen-Ausstanzungen individuell |
| Feature III | Stanzen ohne Unterlage zu verletzen |
Beim Kiss-Cut-Stanzen von Kunststofffolie stanzen wir auf Trägermaterial, ohne die Unterlage zu durchtrennen. Auch mehrlagige Folien oder Laminataufbauten lassen sich gezielt bearbeiten – jede Schicht separat, mit klar definierter Stanztiefe.
| Technische Folien | Elektronik | Thermo | uvm. |
| Schutzfolien | Oberflächenschutz | Produktschutz |
| Metallfolien | Aluminium | Kupfer | Bedampfungen |
| Kunststofffolien | PE | PP | PTFE | PI | PVC | uvm. |
| Selbstklebende Materialien | Selbstklebend ausgerüstete Folien |
| Nicht-klebend | Folien ohne Klebeschicht |
Ein- und doppelseitig sowie nicht klebende Folien lassen sich als Stanzteile passgenau für Ihr Bauteil verarbeiten. Grundsätzlich ist Stanzen bei allen Folienmaterialien möglich – vorausgesetzt, das Material lässt sich sauber schneiden und zuverlässig wickeln.
| Klebepunkte | Individuelle Durchmesser |
| Klebestreifen | Individuelle Abmessungen |
| Individuelle Klebestanzteile | Alle 2D-Formen |
| Klebepads- & Sheets | Individuelle Abmessungen |
| Trägermedien | Rollen- & Bogenware | Einzelteile |
Wir stanzen Ihre Teile meist auf einem silikonbasierten Trägermaterial. So erhalten Sie sie wahlweise als Rollenware, auf Bögen oder als Einzelteile – passend für Ihre Weiterverarbeitung.
Häufige Fragen zum Kunststofffolien stanzen
Das Stanzen von Kunststofffolien ist sinnvoll, wenn Folienteile exakt zur Bauteilgeometrie, Oberfläche oder Funktion passen müssen. Typische Anforderungen sind definierte Außenkonturen, Innenausschnitte, Sichtfenster, Isolierbereiche, Distanzlagen oder Schutzflächen, die reproduzierbar und prozesssicher gefertigt werden sollen.
Verarbeitet werden technische Kunststofffolien wie PET, PP, PE, PVC, PTFE, PI und viele weitere Hochleistungskunststoffe sowie transparente, opake, selbstklebende oder nicht-klebende Folien. Auch Mehrschichtfolien, Verbundlaminate und Kunststofffolien mit zusätzlicher Klebeschicht können projektbezogen gestanzt oder weiterverarbeitet werden.
Die Folientypen unterscheiden sich unter anderem in Temperaturbeständigkeit, Steifigkeit, Chemikalienbeständigkeit, elektrischer Isolation, Transparenz, Oberflächenenergie und Verformungsverhalten. Deshalb wird die Materialauswahl nicht nur nach Dicke oder Farbe getroffen, sondern nach der späteren technischen Funktion im Bauteil.
Ja, Kunststofffolien können einseitig oder beidseitig mit einer passenden Klebeschicht ausgestattet werden. Dadurch lassen sich die gestanzten Folienteile leichter montieren, fixieren oder in Bauteile integrieren. Auch Liner, Abziehhilfen oder Positionierhilfen können für eine einfachere Verarbeitung berücksichtigt werden.
Ja, Kunststofffolien können mit Innenausschnitten, Durchbrüchen, Sichtfenstern, Lochbildern oder funktionsfreien Zonen gestanzt werden. Das ist zum Beispiel relevant, wenn Displays, Sensoren, Kontakte, Schraubpunkte, optische Bereiche oder Bedienfelder frei bleiben müssen.
Beim Kiss-Cut wird die Kunststofffolie oder eine definierte Schicht gestanzt, ohne das Trägermaterial vollständig zu durchtrennen. Dadurch bleiben die Stanzteile auf dem Liner positioniert und können leichter entnommen, gespendet oder in automatisierte Prozesse integriert werden.
Folienstärke und Steifigkeit beeinflussen, welches Stanzverfahren geeignet ist, wie sauber Innenkonturen ausgeführt werden können und welche Toleranzen realistisch sind. Dünne, flexible Folien verhalten sich anders als halbstarre oder mehrlagige Kunststofffolien. Deshalb werden Werkzeug, Verfahren und Lieferform auf den Materialaufbau abgestimmt.
Ja, viele Kunststofffolien eignen sich für elektrische, thermische oder mechanische Isolieraufgaben. Je nach Anforderung können Folientypen wie PET, PI, PTFE oder andere technische Kunststoffe eingesetzt werden. Entscheidend sind Spannungsfestigkeit, Temperaturbereich, Dicke, Form und Montageumgebung.
Für eine Anfrage sind Konturzeichnung, Materialwunsch, Folientyp, Folienstärke, Maße, Toleranzen, Lieferform und Stückzahl hilfreich. Zusätzlich sollte beschrieben werden, welche Funktion das Teil übernimmt, zum Beispiel Schutz, Isolation, Distanz, Abdeckung oder elektrische Trennung.
Ja, Muster und Vorserien sind je nach Materialverfügbarkeit möglich. Sie eignen sich besonders, um Passform, Materialverhalten, Montagehandling, Klebkraft, Isolierwirkung oder optische Anforderungen vor der Serienproduktion zu prüfen.
Ihr Ansprechpartner
Thomas Klein
- Experte für individuelle Klebelösungen
- Projektgeschäft “Klebtechnik"
- Seit über 20 Jahren in der Branche