Gummi lasern
Beim Gummi-Lasern werden Elastomere wie EPDM, Zellkautschuk oder geeignete Gummimaterialien per Laserstrahl in präzise Konturen gebracht. So entstehen Dichtungen, Pads, Streifen und technische Formteile ohne Stanzwerkzeug – ideal für Muster, Kleinserien und komplexe Geometrien.
Gummi lasern individuell
| Gummi | Alle schneid- & wickelbaren Typen |
| EPDM | Zellkautschuk | Alle schneid- & wickelbaren Typen |
Grundsätzlich lässt sich Gummi per Laser bis zu einer bestimmten Dicke verarbeiten – abhängig von Materialtyp, Zusammensetzung und Lasereignung.
| Formen | Alle 2D-Formen |
| Streifen | Individuelle Abmessungen |
| Punkte | Individuelle Durchmesser |
| Pads & Sheets | Individuelle Abmessungen |
Beim Gummi-Lasern erhalten Sie individuelle Ausführungen auf Trägermaterial – passgenau abgestimmt auf Ihre Anwendung und Ihre Verarbeitungsprozesse.
Häufige Fragen zum Lasern von Gummi-Materialien
Gummi lasern ist sinnvoll, wenn Dichtungen, Pads, Streifen oder Formteile ohne Stanzwerkzeug gefertigt werden sollen. Das Verfahren eignet sich besonders für Prototypen, Kleinserien, häufig wechselnde Konturen und filigrane Geometrien. Auch Innenausschnitte, Radien und komplexe 2D-Formen können direkt aus digitalen Daten umgesetzt werden.
Geeignet sind je nach Zusammensetzung und Materialstärke verschiedene Elastomere, zum Beispiel EPDM, Zellkautschuk, NBR, Silikon, dünne Gummi- und Elastomerplatten sowie bestimmte kaschierte oder verbundene Materialien. Die tatsächliche Eignung wird anhand von Materialtyp, Dicke, thermischem Verhalten und gewünschter Schnittqualität geprüft.
Beim Stanzen wird die Kontur mit einem mechanischen Werkzeug erzeugt. Beim Lasern entsteht die Form werkzeugfrei aus digitalen Daten. Lasern ist besonders flexibel bei Prototypen, kleinen Serien und komplexen Konturen. Stanzen kann bei größeren Serien, einfachen Geometrien oder bestimmten Materialqualitäten wirtschaftlicher sein.
Ja, per Laser können flache Gummidichtungen, Dichtkonturen, Ringe, Streifen und individuelle Dichtelemente gefertigt werden. Entscheidend sind Material, Dicke, Dichtfunktion, Medienkontakt, Temperaturbereich und Schnittkante. Für funktionskritische Dichtungen empfiehlt sich eine Prüfung mit Musterteilen.
Die Schnittqualität hängt stark vom Material ab. Zusammensetzung, Dicke, Shore-Härte, Zellstruktur und thermisches Verhalten beeinflussen Kante, Geruch, Verfärbung und Maßhaltigkeit. Bei geeigneten Materialien sind sehr präzise Konturen möglich; bei empfindlichen Elastomeren sollte die Laserbarkeit vorab getestet werden.
Beim Lasern von Elastomeren kann es materialabhängig zu Geruch, Rauchgasen, leichten Verfärbungen oder Rückständen an der Schnittkante kommen. Deshalb ist die Materialeignung wichtig. Bei sensiblen Anwendungen sollte geprüft werden, ob Stanzen oder ein anderes Verfahren die bessere Lösung ist.
Für Laserzuschnitte kann eine Laser-Toleranz von ±0,1 mm erreicht werden. Die tatsächlich erreichbare Genauigkeit hängt jedoch von Materialtyp, Dicke, Elastizität, Temperaturverhalten und Kontur ab. Besonders weiche, dickere oder stark elastische Materialien können eine Machbarkeitsprüfung erfordern.
Für das Lasern können Materialdicken bis 5 mm verarbeitet werden. Ob ein konkretes Gummimaterial geeignet ist, hängt zusätzlich von Zusammensetzung, Shore-Härte, Wärmeverhalten und gewünschter Schnittqualität ab. Bei dickeren oder stark elastischen Materialien kann Stanzen oder eine andere Bearbeitung sinnvoller sein.
Für eine Anfrage sind eine Vektordatei, zum Beispiel DXF oder AI, die Materialangabe, Materialstärke, Stückzahl, gewünschte Lieferform und Informationen zur Anwendung hilfreich. Bei Dichtungen oder Schutzteilen sollten zusätzlich Einsatzbereich, Funktion, Temperatur, Medienkontakt und Anforderungen an die Schnittkante angegeben werden.
Ja, Musterteile und Prototypen können per Laser besonders flexibel umgesetzt werden, weil kein Stanzwerkzeug benötigt wird. Dadurch lassen sich Passform, Funktion, Montageverhalten und Materialeignung prüfen, bevor eine Serienfertigung oder ein alternatives Verfahren festgelegt wird.
Ihr Ansprechpartner
Thomas Klein
- Experte für individuelle Klebelösungen
- Projektgeschäft “Klebtechnik"
- Seit über 20 Jahren in der Branche