Klebeband lasern
Klebeband lasern bedeutet, ein- oder doppelseitige Klebebänder mit einem Laserstrahl konturgenau und werkzeugfrei zu bearbeiten. Daraus entstehen präzise Laserzuschnitte, Klebepunkte, Klebestreifen, Pads, Innenkonturen, Perforationen oder individuelle 2D-Formen ohne mechanische Belastung des Materials. Das Verfahren eignet sich besonders für filigrane Geometrien, Prototypen, Kleinserien, wechselnde Designs und mehrlagige Klebebandaufbauten.
Klebeband lasern individuell
| Technik | Materialabtrag Schicht für Schicht |
| Feature I | Unterschiedliche Formen verschiedener Lagen |
| Feature II | Innen-Laserungen |
| Feature III | Lasern ohne Unterlage zu verletzen |
Beim Lasern von laminierten Klebebändern mit mehreren Schichten können einzelne Lagen gezielt separat bearbeitet werden – dadurch lässt sich auch ein Kiss-Cut-Stanzen-Effekt realisieren.
| Technik | Sollbruchstellen im Material oder in der Unterlage |
| Lochungen | Individuelle Durchmesser möglich |
| Perforation Unterlage | Abreißhilfen |
| Perforation Material | Abtrennen einzelner Abschnitte |
| Feature | ggf. Atmungsaktivität für Bauteile |
Bei der Perforierung werden mit dem Laser gezielt individuelle Lochungen ins Material eingebracht – präzise nach Vorgabe, z. B. als Lochreihen oder definierte Muster.
| Technische Folien | Folie | Gewebe | Schaumstoff | Papier |
| Klebeband | Ein- & doppelseitig klebend |
| Schaumstoff | PU | PE | EPDM |
| Diverse | Alle schneid- & wickelbaren Materialien |
| Klebstofffilme | Transfer Tapes |
Grundsätzlich lassen sich nahezu alle Klebebänder per Laser verarbeiten – ausgenommen Folienklebebänder mit PVC.
| Formen | Alle 2D-Formen |
| Streifen | Individuelle Abmessungen |
| Punkte | Individuelle Durchmesser |
| Pads & Sheets | Individuelle Abmessungen |
Beim Klebeband-Lasern erhalten Sie individuelle Ausführungen auf Trägermaterial – passgenau abgestimmt auf Ihre Anwendung und Ihre Verarbeitungsprozesse.
Häufige Fragen zum Klebeband lasern
Klebeband lasern ist besonders sinnvoll, wenn feine Konturen, häufige Designänderungen, Prototypen oder kleine Serien benötigt werden. Da kein Stanzwerkzeug erforderlich ist, können Geometrien schnell angepasst werden. Für sehr große Serien oder einfache wiederkehrende Formen kann Stanzen wirtschaftlicher sein.
Geeignet sind viele ein- und doppelseitige Klebebänder, Transferklebebänder, Klebefolien, Vliesträgersysteme, Schaumstoffklebebänder und laminierte Verbundmaterialien. Die konkrete Eignung hängt von Materialaufbau, Träger, Klebstoff, Dicke und thermischer Belastbarkeit ab. PVC-haltige Folienklebebänder sollten nicht gelasert werden.
PVC kann beim Lasern problematische Zersetzungsprodukte freisetzen und ist deshalb für die Laserbearbeitung ungeeignet. Für Anwendungen mit PVC-haltigen Klebebändern sollte ein alternatives Verfahren geprüft werden, zum Beispiel Stanzen, Schneiden oder eine andere Materialauswahl.
Für das Klebeband-Lasern werden Laser-Toleranzen bis zu ±0,1 mm realisiert. Die tatsächlich erreichbare Genauigkeit hängt zusätzlich von Material, Dicke, Kontur, Temperaturverhalten und Lagenaufbau ab. Besonders bei sehr weichen oder mehrlagigen Materialien sollte die Machbarkeit geprüft werden.
Ja, bei laminierten Klebebändern können einzelne Lagen gezielt separat bearbeitet werden. Dadurch lassen sich unterschiedliche Formen in verschiedenen Schichten, Innenlaserungen oder Kiss-Cut-ähnliche Effekte realisieren, ohne die darunterliegende Unterlage vollständig zu verletzen.
Ja, geeignete Materialien können per Laser perforiert oder graviert werden. Perforationen können als Sollbruchstellen, Lochreihen, Abreißhilfen oder definierte Muster umgesetzt werden. Gravuren können zur Kennzeichnung oder zur individuellen Markierung von Laserteilen eingesetzt werden.
Möglich sind viele 2D-Geometrien, zum Beispiel Klebepunkte, Streifen, Pads, Sheets, Innenkonturen, Aussparungen und individuelle Sonderformen. Das Lasern eignet sich besonders für filigrane Formen, enge Radien, kleine Innenkonturen oder Varianten, bei denen kein separates Werkzeug erstellt werden soll.
Klebeband-Lasern ist besonders geeignet für Einzelteile, Muster, Prototypen, Kleinserien und variable Stückzahlen. Bei sehr hohen Stückzahlen kann ein Stanzwerkzeug wirtschaftlicher sein. Deshalb sollte die Fertigungsmethode anhand von Geometrie, Menge, Material und Wiederholbedarf ausgewählt werden.
Für eine Anfrage sind eine Vektordatei, zum Beispiel DXF, AI oder PDF, Materialangabe, Materialstärke, Stückzahl, gewünschte Lieferform und Informationen zum späteren Einsatz hilfreich.
Ja, das Lasern eignet sich sehr gut für Muster und Prototypen, weil keine Werkzeugfertigung erforderlich ist. Geometrien können getestet, angepasst und vor einer späteren Serienfertigung validiert werden. Das ist besonders hilfreich in Entwicklungsprojekten oder bei noch nicht final definierten Konturen.
Ihr Ansprechpartner
Thomas Klein
- Experte für individuelle Klebelösungen
- Projektgeschäft “Klebtechnik"
- Seit über 20 Jahren in der Branche